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Das Schulmittagessen: Mehr als ein Sattmacher
Immer mehr SchülerInnen sind auf eine Mittagsverpflegung an der Schule angewiesen. Wenn SchülerInnen mehrmals in der Woche das Mittagessen in der schuleigenen Mensa oder Cafeteria einnehmen, dann steigt die Verantwortung, ein gesundes, ausgewogenes und vollwertiges Essen anzubieten. Denn:
- Ernährungsgewohnheiten und Geschmacksvorlieben werden in der Kindheit geprägt. Durch Geschmacksverstärker und Aromastoffe verlernen die Kinder, wie Nahrungsmittel wirklich schmecken
- Die Zahl der Kinder mit Übergewicht steigt
- Die Zahl der Kinder mit Diabetes steigt
Auf dieser Seite werden Kriterien vorgestellt, die entwickelt wurden, um bei der Speiseplangestaltung und organisatorischen Rahmenbedingungen Anhaltspunkte zu finden, wie gute Schulverpflegung aussehen kann bzw. sollte.
Die Bremer Checkliste
Die Bremer Checkliste basiert auf dem Ernährungskonzept der optimierten Mischkost (OptimiX, entwickelt vom Dortmunder Forschungsinstitut für Kinderernährung, FKE) und war die erste Zusammenfassung von wichtigen Kriterien für eine gute Schulverpflegung. Nach dieser Checkliste sollten innerhalb von fünf Tagen in einer Schulmensa folgende Gerichte angeboten werden:
- ein Fleischgericht
- ein Eintopf oder Auflauf
- ein Seefischgericht
- ein vegetarisches Gericht
- ein frei gewähltes Gericht (z. B. ein Fleischgericht oder ein süßes Hauptgericht)
Zusätzlich sollte angeboten werden:
- mindestens 1 - 2 mal frisches Obst
- mindestens 1 - 2 mal Rohkost oder frischer Salat
- mindestens zwei Mal gekochte Kartoffeln bzw. Pellkartoffeln
Dazu eine Auswahl an zuckerfreien oder zuckerarmen Getränken
- Trinkwasser oder Mineralwasser
- Ungesüßte Früchte- oder Kräutertees
- Fruchtsaftschorlen
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Die Stuttgarter Checkliste wurde im Jahre 2007 erarbeitet von der Ernährungsberatung des Gesundheitsamtes Stuttgart auf der Basis von „OptimiX“. Zielgruppe waren primär die Stuttgarter Schulmensen. Diese Regeln sind eine einfache und klare Hilfestellung für eine gesunde Speiseplangestaltung. mehr...
Siehe: Schulverpflegung in Stuttgart - Analyse und Optimierungsmöglichkeiten, 2010; direkter Download hier.
Die Berliner Qualitätskriterien
Die Berliner Qualitätskriterien zur Verpflegung an Ganztagesschulen (die erste Fassung entstand bereits 2003) beschreibt wesentlich detailierter als die Bremer Checkliste Anforderungen an eine gute Schulverpflegung. Auch die Berliner Qualitätskriterien basieren auf dem Ernährungskonzept der optimierten Mischkost (Optimix).
Die aktuelle Neufassung der Berliner Qualitätskriterien mit Musterspeiseplänen steht hier zum Download zur Verfügung.
Die Qualitätsstandards für die Schulverpflegung der DGE
Die Broschüre "Qualitätsstandards für die Schulverpflegung" ist ein Leitfaden für ein optimales Ernährungskonzept für Schulen. Sie wurde Ende 2007 herausgegeben von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Eine neue, aktualisierte Auflage folgte im Jahr 2009.
Inhalt
Die Broschüre beschreibt Rahmenbedingungen, die erfüllt werden sollten, um eine gesunde Schulverpflegung zu erreichen. Zu den pädagogischen Rahmenbedingungen zählt die Ernährungserziehung, die in den Schulunterricht integriert werden sollte. Zu den schulorganisatorischen Rahmenbedingungen zählt die Gestaltung des Speisesaals und der Essenszeiten.
Der Hauptteil widmet sich dem Speiseplan und der Auswahl der Lebensmittel. Diskutiert werden auch Bestellung, Abrechnungssysteme, Essensausgabe und rechtliche Rahmenbedingungen (Hygiene, Kennzeichnung von Zusatzstoffen).
Bestellung - Die Broschüre ist kostenlos
Die Broschüre kann beim Online-Shop des DGE-Projektservice bestellt werden (Maximale Abnahmemenge 35 Stck.) und kann auf der Homepage "Schule + Essen = Note 1" als pdf-Datei heruntergeladen werden.
Links / Literatur
Broschüre Qualitätsstandards - Bestellung
Broschüre Qualitätsstandards - Download
Berliner Qualitätskriterien - Download
Broschüre "Schulverpflegung in Stuttgart - Analyse und Optimierungsmöglichkeiten mit Stuttgarter Checkliste"
DGE Baden-Württemberg
Optimix / FKE
D-A-CH-Referenzwerte

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